Kalifornien strengt klage gegen hersteller von pommes frites an; von gegnern als junk science case bezeichnet. | Quick Frozen Foods International | Professional Journal archives from AllBusiness.com
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Der Justizminister von Kalifornien Bill Lockyer hat die grossen Hersteller von Pommes Frites und Kartoffelchips darauf verklagt, die Verbraucher auf krebserregende chemische Substanzen in diesen beliebten Snacks hinzuweisen. Die Kritiker wandten jedoch sofort ein, dass diese Klage nicht genugend wissenschaftlich fundiert sei, und eine Studie ausser acht lasse, die erklare, dass bisher noch niemand aufgrund von Acrylamid an Krebs erkrankt sei, einer chemischen Substanz, die bei der Herstellung von Pommes Frites und anderen Nahrungsmitteln unter hohen Temperaturen entsteht.

In einer Klage, die am 26. Juni in Los Angeles beim Superior Court eingereicht wurde, beantragte Lockyer eine einstweilige Verfugung, dass Restaurant-Ketten wie McDonald's und Wendy's International ohne irgendeine Form der Warnung keine Pommes Frites mehr verkaufen durfen.

Aber die US Food and Drug Administration hatte den Staat Kalifornien schon darauf hingewiesen, dass ein ahnlicher Versuch des Staates, in dem der Quecksilbergehalt in Thunfisch angeprangert wurde, im Widerspruch zum Bundesgesetz steht. Lockyer hatte unter dem gleichen Staatsgesetz--der Proposition 65--vor einem Jahr schon versucht, die drei grossten Thunfischhersteller gerichtlich zu belangen. Nun versucht er das gleiche Gesetz auf die Hersteller von Pommes Frites anzuwenden. Bundesgesetz reguliert aber Staatsgesetz, teilte die Agentur mit.

Die FDA untersucht immer noch die Auswirkungen von Acrylamid in Nahrungsmitteln. In einer Pressemitteilung im Marz war zu lesen: "Acrylamid kann in hohen Dosen bei Versuchstieren im Labor krebserregend wirken, es ist jedoch nicht klar, ob bei Menschen Krebs verursacht werden kann, wenn der Acrylamidgehalt in Lebensmitteln wesentlich unter den Versuchsdosen liegt." Vielleicht blieb eine Studie des britischen Journal of Cancer, die vor zwei Jahren veroffentlicht wurde und in der die Gefahr als unwesentlich bezeichnet wurde, unberucksichtigt.

Diese Studie, die von der Harvard School of Public Health und dem Karolinska Institute in Stockholm in Schweden durchgefuhrt wurde, fand keinerlei Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem Acrylamidgehalt und einem erhohten Risiko an drei unterschiedlichen Formen von Krebs zu erkranken. Wissenschaftler haben die Essgewohnheiten von 987 Krebspatienten und 538 gesunden Probanden uber einen Zeitraum von funf Jahren untersucht, um herauszufinden ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Acrylamidgehalt und einem erhohten Krebsrisiko gibt. Jeder Teilnehmer fullte einen Fragebogen aus, in dem detailliert der Verzehr von 188 verschiedenen Nahrungsmitteln angegeben wurde, die einen mittleren bis hohen Grad an Acrylamid enthalten.

Die Schreckensdaten uber Acrylamid stammen aus dem Jahr 2002, als die Swedish National Food Authority eine Studie uber die Toxizitat von Acrylamid bei Ratten veroffentlichte. Dies veranlasste die World Health Organization, das Thema aufzugreifen. Sie gab eine Warnung bezuglich Acrylamid heraus, wobei eingeraumt wurde, dass vergleichbare Untersuchungen bei Menschen fehlten. Fox News erklarte, dass gezuchtete Laborratten krebsanfallig sind, und dass ein Mensch 182 Pfund Pommes Frites am Tag zu sich nehmen musste, damit die Dosis an Acrylamid der Menge entspricht, die den Ratten zugefuhrt wurde.

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