In Frankreich sind die Verkaufszahlen fur tiefgekuhlte Meeresfruchte doppelt so hoch wie die fur gekuhlte Meeresfruchte, die dort auch als Produkte mit langer Konservierung, abgekurzt ,,DCL", bezeichnet werden. Der Markt fur gekuhlte Produkte wachst jedoch wesentlich starker als der fur tiefgekuhlte,
In der ersten Halfte des Jahres 2002 betrugen die Verkaufe in diesem Segment, das in Frankreich als ,,Le Rayon Traiteur de la Mer" (Delikatessen aus dem Meer, im Vergleich zu gekuhlten oder DCL-Produkten) bezeichnet wird, 20.254 Tonnen. Der Bereich ,,Saurisserie", der getrockneten, marinierten und geraucherten Fisch umfasst, ist in den Statistiken fur ,,Le Rayon Traiteur Libre Service" nicht enthalten. Dieser Bereich betragt nochmal 9.419 Tonnen.
Tiefgekuhlte Produkte erreichten erstaunliche 58.250 Tonnen. Der Gesamtwert bei gekuhlten Produkten lag bei 177 Millionen Euro, bei tiefgekuhlten Produkten bei 459 Millionen Euro. Somit waren die Zahlen bei tiefgekuhlten Meeresprodukten sowohl hinsichtlich des Volumens als auch hinsichtlich des Wertes mehr als doppelt so hoch. (Die Statistiken stammen aus einer Xerfi-Studie, ,,Le Marche du Poisson et des produits de la mer" (frais et prepares), die bei der Handelskammer in Lyon erhaltlich ist.)
Die Verteilung der gekuhlten Meeresprodukte erfolgt nicht nach dem gleichen Muster wie die der tiefgekuhlten. Die tiefgekuhlten Produkte dominieren nicht nur die Verkaufe an Restaurants und Kantinen, sie verfugen auch uber ein Monopol in den Tiefkuhlzentralen. Hersteller der gekuhlten Produkte und der ,,Saurisserie" verkaufen 88% ihres Outputs an grosse und mittlere Einzelhandelsladen, vier Prozent an Fischgeschafte und Markte, sechs Prozent an kommerzielle Restaurants und zwei Prozent an Kantinen.
Die Hersteller der tiefgekuhlten Produkte dagegen verkaufen 57% ihrer Ware an grosse und mittelgrosse Laden einschliesslich der Tiefkuhlzentralen, 17% an kommerzielle Restaurants und 26% an Kantinen. Der Wettbewerb zwischen den bei den Vertretern der Konservierung durch niedrige Temperaturen wird folglich in den Hyper- und Supermarkten ausgetragen, wo fur den heimischen Bedarf eingekauft wird.